Ein Beruf mit Zukunft: Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r 

 

Abseits von den Klischees: Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte

 

Wer sich über das Berufsbild der Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten informiert, wird es zunächst mit gängigen Klischees zu tun bekommen. In der Realität ist der Alltag wesentlich anspruchsvoller. Denn das Aufgabenspektrum der Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten beschränkt sich keineswegs auf Kaffeekochen, stupides Abtippen von Vorlagen oder Ordnen von Akten.

 

Welche Begriffe prägen die Arbeit im Notariat?

 

Bei der Arbeit in einem Notariat kommen neben Urkundenrollen, Notarsiegel, Kaufverträgen, Auflassungsvormerkungen, Testamenten und Vollmachten, Beglaubigungen, Patientenverfügungen, Eheverträgen, Scheidungsfolgenvereinbarungen auch Begriffe wie GmbH- und UG-Gründungen oder GmbH-Anteilsabtretungen vor. Das Spektrum ist vielseitig, die Arbeit ist dementsprechend interessant und anspruchsvoll. 

 

 

Was sind die Pluspunkte dieses Berufs?

 

Der Beruf ist vielseitig, man kann sich selbst einbringen, es gibt kein Schema “F“, es ist spannend, weil vieles vom Standard abweicht, eigenständige Arbeit ist gefragt und man kann auch kreativ sein. 

 

Erfolgserlebnisse inbegriffen

 

Es ist der nahe menschliche Kontakt – innerhalb des Teams und auch der mit den Mandanten. Mandanten mit dem ersten telefonischen Kontakt müssen oftmals aufgeklärt werden. Bei einem Grundstückskaufvertrag kann man eben die Unterschrift nicht so einfach mitnehmen. Da steht ein ganzer Prozess dahinter. Die Verantwortung für die Arbeit im Notariat trägt deshalb nicht nur die Notarin allein. Gravierende Fehler hätten gravierende Folgen. Dafür ist es wichtig, dass sich das Team aufeinander verlassen kann und sich gegenseitig stärkt. 

Neue qualifizierte Ausbildung für Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte (ReNoPat)

Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte werden allerorts händeringend gesucht. Die Ausbildungszahlen sind in den letzten Jahren in einem Abwärtstrend. Dabei bietet dieser Beruf ein lebendiges Spektrum an Aufgaben und verlangt neben sorgfältiger Arbeitsweise insbesondere fundierte fachliche Kenntnisse. Daher müssen Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte exzellent ausgebildet sein, um die Bearbeitung der Mandate sachgerecht vornehmen zu können.
 

Zum 1. August 2015 ist die Novellierung der Verordnung über die Berufsausbildungen zum Rechtsanwaltsfachangestellten, zum Notarfachangestellten, zum Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten sowie zum Patentanwaltsfachangestellten, kurz ReNoPat-Ausbildungsverordnung in Kraft getreten.

Mit der neuen Verordnung sollen die Digitalisierung des Rechtsverkehrs und die Europäisierung des Rechts sowie die zunehmende Bedeutung des Wirtschaftsrechts angemessene Berücksichtigung finden.
 

 

Anforderungen an die moderne Kommunikationsgesellschaft

 

Die Verordnung orientiert sich an den wandelnden Anforderungen der Berufswelt und damit an der modernen Kommunikationsgesellschaft. Die Ausbildung wird zukünftig auf Kenntnisse im elektronischen Rechtsverkehr, die Vermittlung der Grundzüge des Wirtschafts- und Europarechts und einer Fremdsprache ausgeweitet. Damit reagiert der Verordnungsgeber auf die fortschreitende Digitalisierung im Anwalts- und Notarbereich und die zunehmende Internationalisierung der Rechtsdienstleistungsbranche.

Mit dem neuen Ausbildungsrahmenplan sollen die Auszubildenden befähigt werden, das theoretisch erworbene Wissen in der täglichen Praxis anzuwenden. In den Berufsschulen findet das Lernen in Handlungs- und Kompetenzfeldern statt. Damit werden komplexe Handlungsbereiche vermittelt. Für die Ausbildung bedeutet das zahlreiche Änderungen: Während die Zwischenprüfung die Bereiche Kommunikation, Büroorganisation und Rechtsanwendung umfasst, beinhaltet die Abschlussprüfung nun Geschäfts- und Leistungsprozesse, Rechtsanwendung, Vergütung und Kosten, Wirtschafts- und Sozialkunde sowie Mandantenbetreuung mit einem fallbezogenen viertelstündlichen Fachgespräch unter Einbeziehung der englischen Sprachkenntnisse.

(s. Presseerklärung der BRAK vom 31.7.2015)

 

 

Fazit

 

Die novellierte ReNoPat-Ausbildungsverordnung ist ein guter Ansatz, um Auszubildenden das Verständnis für die eigene Rolle in der Kanzlei zu vermitteln. Ob sie die Nachwuchssorgen in den Kanzleien langfristig beheben kann, bleibt fraglich. Denn Ausbildungsberufe stehen grundsätzlich nicht allzu hoch im Kurs. Abiturienten bewerben sich eher für einen Studiengang. Kanzleien haben es schwer im Wettbewerb um die Schulabgänger, denn auch Industrie und Handel umwerben ihre Ausbildungsplätze.
 

Nur gut ausgebildete Fachangestellte in Kanzlei und Notariat garantieren die sachgerechte Betreuung der Mandanten. Die Kenntnis der modernen Bürokommunikation ist dafür ebenso wichtig wie das Verständnis für die rechtlichen und menschlichen Belange der Mandanten. Dafür setzen wir uns ein.
 

Die Bürogemeinschaft der Advobaten und das Notariat Martina Kunze bildet derzeit zwei Auszubildende zur/zum Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten aus und begleitet einen Schüler der FOS Wirtschaft und Verwaltung während seines Jahrespraktikums. 

Martina Kunze

Rechtsanwältin und Notarin,

Wirtschaftsmediatorin

 

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